
Regie: Christian Görlitz
Susanne Bormann als: Anja
in weiteren Hauptrollen: Maxim
Mehmet (Heinz Strunk, jung), Andreas Schmidt (Gurki), Susanne Lothar (Heinz Mutter), Anna
Fischer (Jette), Livia S. Reinhard (Rosi), Heinz Strunk
IMDB
OFDb
filmportal.de
Offizielle Seite
Trailer
in hoher Auflösung (43 MB) und
in niedriger Auflösung (14 MB)
Flyer
Presseheft
Das Buch zum Film
Die Filmmusik ist auf CD erschienen und kann (z.B.) bei
jpc bestellt werden.
Inhalt
Hamburg-Harburg, gegen Mitte der 80er Jahre. Geplagt von
kraterähnlichen Hautausschlägen, seiner kranken Mutter und
einer labilen Nachbarin schlägt sich der junge Heinz Strunk mit Tanzmusik durch. Als Saxophonist der Mucker-Kapelle
"Tiffanys"
findet er sich auf Schützenfesten und Dorf-Hochzeiten in einem bizarren
Universum bestehend aus Korn, Klaus & Klaus und Koteletts wieder. Während ihn
der unberechenbare Bandleader Gurki in die Geheimnisse des
Show-Business einführt, versucht Heinz dieser Vorhölle durch eine Solo-Karriere
als Hit-Produzent zu entkommen. Mit den Sängerinnen Anja und
Jette sieht er nicht nur sein musikalisches Glück zum Greifen
nah. Doch das Schicksal meint es zunächst nicht gut mit „Heinzer“, dessen
Karriere erst ins Rollen zu kommen scheint, als Show-Gigant Oliver Bendt auf offener Bühne Feuer fängt…
(Universal
Pictures International Deutschland)
Susanne Bormann im Film
Heinz Strunk (Maxim Mehmet) muss - zumindest in seiner Jugend - ein notorischer
Pechvogel gewesen sein. Seine Mutter (Susanne Lothar) ist ein psychisches - und
später, nach einem Selbstmordversuch auch physisches - Wrack. Er wohnt mit ihr in
Harburg in einer Spießersiedlung in einem "Zwergenhaus". Zu allem Übel ist
sein Gesicht von einer besonders schweren Form der Akne entstellt, was
dazu beiträgt, dass seine Chancen bei Mädchen gegen null gehen. So
ernährt er sich vorwiegend von Alkohol, Fernsehen und Glücksspiel.
Zumindest
beruflich kommt er schließlich etwas auf die Beine, als ihn die Tanzmusikkapelle "Tiffanys"
als Saxophonisten aufnimmt - denn Musik machen, das hat er gelernt und das kann er.
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Nach einigen Höhen
und vielen Tiefen des Tanzmusikerdaseins auf Dorffesten möchte er sich ein
zweites Standbein schaffen: als Musikproduzent. Einige Lieder hat er schon
geschrieben, und schließlich gibt er ein Inserat auf, um eine Sängerin in
finden. Zunächst melden sich allerdings Mädchen, die auch
eingefleischte Schlagerfans in die Flucht schlagen würden. Als schließlich
die hübsche blonde Anja (Susanne Bormann) klingelt, ist er daher sofort Feuer und
Flamme - und das nicht nur wegen ihrer Stimme.
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Heinz gibt sich alle Mühe, die
Prinzessin zu verwöhnen, auch wenn er fühlt, dass sie für ihn letztlich
unerreichbar bleiben wird.
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Gemeinsam beginnen sie, erste Titel einzuspielen ...
doch dann steigt Anja aus und die Romanze ist auch schon zu Ende. Anja wird in
Heidelberg studieren. Als sie auch noch etwas von Heirat murmelt, bricht für
Heinz - wieder einmal - ein Traum zusammen.
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Ein zweiter
Versuch mit Jette (Anna Fischer) endet - zunächst - noch schneller: Jette,
Mitglied der KPDML, hält
ihm Vorträge über Politik, anstatt Musik zu machen. Trotzdem: Das quicklebendige
Mädchen wird ihm
später Glück bringen.
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Bildmaterial, Trailer, Presseheft und Flyer:
© Universal Pictures International Germany. Pressebetreuung und Anfragen wegen Material:
das pressebüro (presse@daspressebuero.com).
Ganz herzlichen Dank für die großzügige Unterstützung.
Kurzkritik
Das autobiografisch angeregte Buch von Heinz Strunk ist mit 250.000 verkauften Exemplaren
inzwischen Kult. Heinz Strunk ist es darin gelungen, seine verpatzte Jugend
weniger verbittert als selbstironisch
zu reflektieren. Viele Leser finden das Buch urkomisch. Mir ist das
Lachen allerdings schon beim Lesen des Buchs oft genug im Halse steckengeblieben.
Der Film setzt gegenüber dem Buch noch etwas mehr auf ernste Töne, was vielleicht nicht jedem,
der das Buch liebt, gefallen mag.
Dafür hat der Film aber mehrere berührende Szenen, von denen einige übrigens auch Eingang
in den Trailer gefunden haben.
Puristen mögen bemängeln, dass die Mädchen im Heinz' Leben (Anja kommt im
Buch auf einer halben Seite vor und Jette überhaupt nicht) im Film deutlich mehr
Raum bekommen haben. Allerdings: Während das im Buch akzeptabel ist, ist zu
bezweifeln, dass ein
Film, in dem bis auf die "Vogelmutter" fast nur männliches Personal agiert,
funktioniert hätte.
Wie es "wirklich" war, weiß sicher ohnehin nur Heinz Strunk, der an den
Dreharbeiten übrigens beteiligt war und auch in einer - leider nicht ganz so
überzeugenden - Rahmenhandlung
mitspielt.
(MB)
Die
Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat dem
Film das Prädikat
"wertvoll" verliehen. Hier das Gutachten:
Nach einer Buchvorlage von Heinz Strunk und auch unter seiner tatkräftigen
Mithilfe als Darsteller vermittelt diese Tragikomödie viel vom Lebensgefühl der
1980er Jahre in Hamburg-Harburg und Umland.
Sehr lebensnah und realistisch der Blick in das Leben des jungen Heinz Strunk,
seine Beziehung zu seiner Mutter mit berührenden Momenten, zu seiner Nachbarin
und seine gescheiterten Versuche, mit diversen Sängerinnen Musikproduktionen
aufzubauen.
Kabinettstückchen sind die Konzertauftritte der "Tiffanys“ auf Dorfhochzeiten,
Schützenfesten und Karnevalsveranstaltungen. Ein besonderes Lob verdient dabei
das Casting der teilweise bizarren Tanz- und Festgäste auf diesen
Veranstaltungen, den Kostümen und der Ausstattung. Das ist auch ein Abbild einer
Gesellschaft, das herrliche Situationskomik mit schönen Details und guten
Einfällen bietet, aber nie desavouiert.
Dass Heinz Strunk gemeinsam mit einem Hirsch das teilweise wilde Leben und
Treiben zusätzlich kommentiert, verstärkt noch den Spaß am Zuschauen.
Nicht zu vergessen der Hinweis auf die gute Kameraführung, eine pfiffige Montage
und reizvolle Übergänge mit Schrifteinblendungen sowie die Auswahl des
Soundtracks, ohne den der Spaß nur halb so groß gewesen wäre.
Herzlichen Dank an die
Filmbewertungsstelle Wiesbaden für die Genehmigung des Gutachtens.
Presse
In der Presse wird der Film sehr unterschiedlich bewertet. Von sehr guten bis
recht kritischen Meinungen ist alles vertreten. Hier ein Querschnitt der
Meinungen:
Andreas Jaschke meint in
Moviemaze: "Alle, die schon das Buch geliebt haben, werden sich sicher auch im Film amüsieren. Der trockene Witz blieb erhalten. Allerdings ist auch die Struktur fast gleichgeblieben... dass sich der Film an einigen Stellen zieht wie Kaugummi ... Zudem überzeugt Susanne Lothar...genauso wie die viel zu selten gesehene Susanne Bormann..."
Kino.de hat der Film gefallen: "... so wurde das Zeitkolorit der achtziger
Jahre doch adäquat eingefangen und der sehr eigene Humor von Heinz Strunk, der
in einer Rahmenhandlung sein eigenes Leben kritisch kommentiert, auf den Punkt
gebracht. Und so ist dieser Film mehr melancholische Coming-of-Age-Story
als Schenkelklopf-Spaß, mehr skurrile Figuren-Schau als Sketchparade."
Einen kritischen, aber durchaus lesenswerten Blick auf den Film wirft Christian
Schön in
Filmstarts.de: "Diese Unentschiedenheit ist das eigentliche Problem des
Films. Eine Adaption ohne den Versuch, ein gewisses Maß an komischen Elementen
zu erhalten, hätte die meisten Fans des Buches, und auch solche, die nur vom
unglaublichen Witz des Autors gehört hätten, sicherlich abgeschreckt. Trotzdem
wäre "Fleisch ist mein Gemüse – Der traurige Teil der Geschichte“ bestimmt ein
besserer Film geworden..."
Auf intro.de
gibt es ein Gespräch von Lars Brinkmann mit Heinz Strunk über den Film, auch mit
verschiedenen Wertungen: "Und sein Film ist gar nicht mal so komisch... Doch
dieser Missstand hat einen guten Grund. Und keine Angst, am Ende dieses Textes
ist der Film trotz extremer Untertöne eine Komödie."
Gleich zwei Kritiken, die den Film mit recht unterschiedlichen Augen
beleuchten, bietet
Programmkino.de. Eric Horst "...an Originalschauplätzen gedreht überzeugt „Fleisch
ist mein Gemüse“ durch die hervorragenden Leistungen der Schauspieler,..."
Volker Mazassek: "Strunks Buch ist im Grunde todtraurig, die grotesken
Situationen entfalten einen gewissen Witz erst in der Rückschau. Görlitz hat
eine Tragikomödie im Sinn, doch diesen Ton trifft er meist nicht, weil er Witze
aus dem all zu Naheliegenden quetscht..."
Auch
Die Welt hat zwei recht unterschiedliche Sichtweisen auf den Film, einmal
von
Sven von Reden und einmal von
Philipp Kohl, veröffentlicht.
Beim meist recht kritischen Programmkino-Portal
Kino-Zeit.de ist der Film gut angekommen: "Ohne allzu viel Tiefgang und
intellektuellen Anspruch unterhält Fleisch ist mein Gemüse über 100 Minuten
hinweg trotz mancher Holprigkeiten bestens und katapultiert sein Publikum in
eine Zeit, aus der wir, so scheint es, gottlob entkommen sind."
Der Filmdienst,
sicher eine der besten deutschen Filmzeitschriften, hält mit seiner
Kritik dagegen: "Der Film
entwickelt sich zu keinem Zeitpunkt zu einem eigenständigen Produkt und bleibt
der Ausläufer des von Strunk ins Leben gerufenen „Franchise“, das seine
Inkarnation unter anderem in einem Musical fand."
(Herzlichen Dank an den Filmdienst
für die Genehmigung.)
Susanne
Bormann bei der Premiere am 08. April 08 im Cinemaxx Hamburg/Harburg
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| auf dem Roten Teppich im Cinemaxx (1) |
zusammen mit Anna Fischer (li.)
und Nikola Kastner (re.) (2, 3) |
mit Nikola Kastner bei der
anschließenden Premierenfeier im Landhaus "Jägerhof", Hamburg/Harburg
(4) |
|
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|
| bei der Premiere im
Cinemaxx (5, 6) |
am Rand der Premierenfeier im
Landhaus "Jägerhof" (7) |
Mit Klick steht jeweils eine hochaufgelöste Version bereit.
Bildrechte:
Bild 1-4: ©
Universal Pictures International Germany
Bild 5, 6: © M. Timm, Hamburg
Bild 7: © P. Becher, Hamburg (Medienpublikation.de)
Herzlichen Dank an die Fotografen.
Weitere Bilder von der Premiere, darunter auch einige von Susanne, gibt es beim
Stadtportal
Die-Harburger.de.
Seitentitelbild:
© Universal Pictures International Germany
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