Raus aus der Haut (1997)

Regie: Andreas Dresen

Drehbuch: Torsten Schulz, Andreas Dresen

Susanne Bormann als: Anna (Hauptrolle)

In weiteren wichtigen Rollen: Fabian Busch (Marcus), Otto Mellies (Direktor Rottmann), Christel Peters (Oma), Matthias Walter (Randy)

IMDB  OFDb  filmportal.de  Fan-Seite  Presseheft (rbb)

Der Film ist als DVD in der Clubfilmothek der KJF erhältlich.

Text des Lieds "Als ich wie ein Vogel war", aus dem der Filmtitel stammt, auf der Website der Klaus Renft Combo.

Preise:
Hauptpreis "Fliegender Ochse" (Film-Kunst-Fest Schwerin)
"Lukas" (Internationales Kinder- und Jugendfilmfestival Frankfurt/Main)




Inhalt

DDR 1977, die Zeit der Schleyer-Entführung im Westen Deutschlands. Eine tragikomische Liebesgeschichte vor politischem Hintergrund.

Marcus ist eher schüchtern, aber mächtig verknallt in Anna, die mit ihm zusammen in die 12. Klasse geht. Anna aber steht mehr auf Randy - und das nicht nur wegen seiner Rockband "Feuersbrunst". Ausgerechnet der dogmatische Schuldirektor Rottmann findet bei Anna Materialien über die RAF. Als Konsequenz will er ihre Studienbewerbung verhindern. Eigentlich hätte Marcus sich ja niemals dazu überreden lassen, aber weil die Idee von Anna kam ... Und nun liegt Rottmann gefesselt im Keller von Annas Großmutter - und die Schwierigkeiten fangen erst so richtig an ... (rbb)


Filmclip

"Das ist aber mein Leben!" (Laufzeit 1 min, DivX-avi, Anzeige mit Klick auf das Bild oder Download mit Rechtsklick und "Ziel speichern als")

Susanne Bormann - Videoclip aus Raus aus der Haut Susanne Bormann - Videoclip aus Raus aus der Haut
Große Version (640 x 480), 16 MB Kleine Version (316 x 210) 5 MB



Susanne Bormann im Film


Susanne Bormann: Raus aus der HautAnna liebt Randy. Randy hat die Schule geschmissen, spielt jetzt in der Rockband "Feuersbrunst" und ist auch sonst ein cooler Typ.


Raus aus der HautMarcus ist schon zwei Jahre hinter Anna her - gegen Randy hat der eher zurückhaltende Junge aber einfach keine Chance. Als Anna ein Bild von Andreas Baader und Gudrun Ensslin in die Schule mitbringt, möchte er Anna imponieren, legt das Bild unter den Projektor - und wird prompt von Direktor Rottmann erwischt.

Damit haben Anna und Marcus bei den anstehenden Studienbewerbungen denkbar schlechte Karten. Direktor Rottmann empfiehlt Anna ein Jahr in der Produktion, um "die nötige Reife zu erlangen". Bei Marcus glaubt er an den "guten Kern" und erwartet, dass er Offizier wird. Im Gegenzug würde er die Sache "vergessen".





Susanne Bormann: Raus aus der HautAnna bringt gerade mit Randy ihre gallenkranke Oma ins Krankenhaus, als die Nachricht von der Schleyer-Entführung im Radio kommt. Randys Scherz, dass Rottmann sicher auch ein gutes Entführungsopfer wäre, bringt sie auf eine Idee: Wenn man Rottmann ein paar Tage "aus dem Verkehr ziehen" würde, würde die Studienbewerbungen wohl oder übel der Stellvertreter entscheiden müssen - der von der Sache mit dem RAF-Bild bisher nichts weiß.



Susanne Bormann: Raus aus der HautGemeinsam mit Marcus reift in ihr ein Plan: Rottmann soll gekidnappt werden. Was die RAF kann, das können wir auch. Zwar ist Marcus zunächst skeptisch, aber das ist DIE Gelegenheit, Anna endlich zu zeigen, was in ihm steckt.

Susanne Bormann: Raus aus der Haut
Ein Betäubungsmittel aus dem Medizinschrak von Annas Vater, der Arzt ist, setzt Rottmann vorübergehend außer Gefecht. Der Keller von Annas gerade ins Krankenhaus eingelieferter Oma bietet ein willkommenes Versteck.


Susanne Bormann: Raus aus der HautDie Schlüssel zu Rottmanns Wohnung, wo die Schüler die Beurteilungen vermuten. Die liegen zwar in Rottmanns Tasche und sind mit ihm mitgewandert; dafür findet sich in der Wohnung aber eine andere Überraschung: Liebesbriefe an Genossen Rottmann aus einem Briefwechsel mit seiner Freundin, die vor Jahren in den Westen gegangen ist.


Susanne Bormann: Raus aus der HautGanz so professionell wie die RAF sind die Entführer allerdings nicht. Rottmann entgeht nur knapp einer Herzattacke: Ihm fehlen seine Medikamente. Dass er gelegentlich auf Toilette muss, haben sie auch nicht bedacht. Vor allem aber ist er - anders als Schleyer - völlig unkooperativ und verweigert sogar das Essen.

Susanne Bormann: Raus aus der Haut
Zu allem Übel verliert Anna in Rottmanns Wohnung den Feuersbrunst-Sticker, wodurch Randy ins Netz der dort ermittelnden Stasi gerät. Randy merkt zwar, dass mit Anna etwas nicht stimmt, aber dass sie hinter Rottmanns Verschwinden steckt, kann und will er nicht glauben. Allerdings - die Anna, die ihn einmal liebte, war das auch nicht mehr.



Susanne Bormann: Raus aus der HautNoch prekärer wird die Situation, als Annas Oma vorzeitig aus der Klinik entlassen wird. Lange bleibt der pfiffigen älteren Dame nicht verborgen, dass da etwas in ihrer Wohnung nicht stimmt. Als ihre Katze Cleopatra sie in den Keller lockt, gibt es ein böses Erwachen. Was um alle Welt sucht der gefesselte Mann da unten? Nun sind Anna und Marcus eine Erklärung schuldig.




Susanne Bormann: Raus aus der Haut

Was soll Oma tun? Die eigene Enkeltocher an Polizei und Justiz ausliefern? Das bringt sie nicht übers Herz. Einfach laufen lassen können Sie Rottmann aber auch nicht mehr - schließlich hat er sie inzwischen erkannt. Da sind die Liebesbriefe von der Freundin im Westen ein willkommenes Unterpfand, mit dem Rottmann - wie sie glauben - erpressbar ist.



Susanne Bormann: Raus aus der Haut
Allerdings besteht die Oma darauf, dass Rottmann nun so schnell wie möglich freigelassen wird. Zu dritt versuchen sie, ihn zu einer "friedlichen" Lösung zu bewegen. Doch auch Annas eindringliches Gespräch mit ihm bringt kein Zugeständnis. Schließlich ergreift Oma die Initiative und lässt Rottmann selbst frei -  nicht allerdings, ohne seine Briefe im Schrank zu behalten. Man weiß ja nie.


Susanne Bormann: Raus aus der Haut

In der folgenden Nacht wird auch Anna klar, dass sie mit Marcus inzwischen mehr als nur die Entführung verbindet.
Susanne Bormann: Raus aus der Haut
Am nächsten Morgen: Anna schlägt vor, wie immer zur Schule zu gehen - was sonst? Auf dem Schulhof treffen sie Rottmann. Was wird er tun?




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Herzlichen Dank an rbb media für die Genehmigung und insbesondere an Frau G. Bohm, ohne deren beharrliches Engagement diese Seite nicht möglich gewesen wäre.

Presse

Der Film fand mit seiner lockeren Behandlung einiger durchaus realer Probleme der DDR-Zeit und mit seiner differenzierten Gestaltung der Rollen seinerzeit eine sehr positive Resonanz und ist bis heute sehr beliebt. Einige Pressestimmen sind noch online:

Der Drehbuchautor Torsten Schulz, der zusammen mit Andreas Dresen das Drehbuch verfasst hat, hat einige Pressemeinungen auf seiner Website zusammengestellt.

Bei der KJF, die die DVD vertreibt, gibt es Ausschnitte aus Rezensionen des Tagesspiegels und der Funkkorrespondenz.

Eine gute eigene Kritik hat Kino.de: "Hinterm Ohr kratzt sich bisweilen auch der Regisseur, wenn er elegante Übergänge vom Krimi zur Groteske und zurück ins Melodram sucht und dabei manchmal haarscharf die Klamotte streift."



Seitentitelbild: Mit freundlicher Genehmigung der KJF.

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