William Shakespeare: Romeo und Julia
Regie: Rosee RiggsBesetzung: Susanne Bormann (Julia), Tobias Voigt (Romeo), Saskia von Winterfeld (Amme), Andre Kudella (Bruder Lorenzo), Jannek Petri (Tybalt), Andreas Sindermann (Mercutio), Björn-Ole Blunck (Graf Paris), Jannik Büddig (Benvolio), Julia Amme (Gräfin Capulet), Maximilian Löser-Hügel (Graf Capulet), Werner Koller (Graf Montague), u.a
Die vorliegende Seite vermittelt einige Impressionen von der Vorbereitung und Premiere 2007.
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Susanne Bormann auf Fotos von Elisa Biscotti
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| Bei der Begrüßung der Schauspieler durch den Intendanten Christoph Biermeier am 3. Mai | Bei einer Leseprobe zu "Romeo und Julia", ebenfalls am 3. Mai. |
Wie immer gibt es mit Klick eine hochaufgelöste Version. Alle vier Aufnahmen mit herzlichem Dank an Elisa Biscotti.
Ein Bild vom Theaterfrühstück in Schwäbisch Hall am 10.06., zusammen mit Romeo Tobias Voigt und dem Intendanten der Freilichtspiele, Christoph Biermeier (mit Dank an das Haller Tagblatt).

Susanne Bormann (aus dem zugehörigen Artikel): "Als ich heute
Morgen aufgewacht bin, war ich das erste Mal doch etwas
nervös."
Hier zwei weitere Bilder, die die Fotografin Elisa Biscotti vom Theaterfrühstück eingefangen hat (beide © Elisa Biscotti, mit herzlichem Dank; große Version mit Klick auf das Bild ):


Links Susanne Bormann (Julia) mit Christoph Biermeier (Intendant der Freilichtspiele) und Tobias Voigt (Romeo), rechts zusammen mit Rosee Riggs (Regie).
Hier zwei weitere Bilder, die die Fotografin Elisa Biscotti vom Theaterfrühstück eingefangen hat (beide © Elisa Biscotti, mit herzlichem Dank; große Version mit Klick auf das Bild ):


Links Susanne Bormann (Julia) mit Christoph Biermeier (Intendant der Freilichtspiele) und Tobias Voigt (Romeo), rechts zusammen mit Rosee Riggs (Regie).
Anlässlich der bevorstehenden Premiere von Romeo und Julia ist im Haller Tagblatt am 15.6. ein Artikel über Susanne Bormann erschienen. Herzlichen Dank für die freundliche Genehmigung für die Übernahme an das

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Traumrolle auf der Treppe
"Ich
will keinen anderen Beruf haben": Die Schauspielerin Susanne
Bormann aus Berlin steht ab morgen als "Julia" auf der Bühne
vor St. Michael. FOTO: ARSLANFür Susanne Bormann ist es eine Premiere im doppelten Sinne: Denn zum ersten Mal agiert sie auf einer Freilichtbühne. Zunächst habe sie schon ein bisschen Bammel gehabt, wie das wohl werde, auf einem Marktplatz zu proben. Doch schnell waren die Bedenken verflogen, und auf eine gewisse Weise helfe das "öffentliche Proben", sagt sie. Zudem sei der Marktplatz eben ein sehr konkreter Raum, "nicht so künstlich wie sonst oft im Theater".
Auch die Zusammenarbeit mit Regisseurin Rosee Riggs war für sie neu. Ihr Bühnenpartner Tobias Voigt, der den Part des Romeo übernimmt, hat schon häufiger mit Riggs zusammengearbeitet. Und am Dienstag ist er im Theaterkeller im Solo "Das Fieber" von Wallace Shawn zu sehen - in der Regie von Rosee Riggs. Susanne Bormann schätzt die freie Arbeitsweise der Regisseurin - "aber in den Details ist sie sehr genau", sagt sie. Dass sich einerseits diese Freiheit, andererseits die festen Grundverabredungen in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit kombinieren, das findet Susanne Bormann besonders spannend.
Zu den Freilichtspielen Hall kam sie eigentlich über Michael Kessler, erzählt sie. Er hat die Musik in "Romeo und Julia" komponiert und schon in vorangegangenen Jahren die Freilichtspiele mit Musik versorgt. Über eine gemeinsame Freundin - ebenfalls Schauspielerin - kam man ins Gespräch über "Romeo und Julia". Kessler erzählte vom Projekt in Hall, Bormann stellte sich vor, "und dann hats geklappt".
Die Rolle der Julia habe sie schon immer spielen wollen, sagt Susanne Bormann. "Vielschichtige junge Mädchenrollen sind ja sehr selten", sagt sie. Oft seien die jungen Frauen in den Stücken sehr an den Männern orientiert - also eigentlich weniger eigenständige Wesen. "Shakespeare ist mit seinen Frauen da schon besser umgegangen", sagt Bormann.
Zwar stand Susanne Bormann, die 1979 in Kleinmachnow bei Berlin geboren wurde, schon mit acht Jahren vor der Kamera. Damals wurde sie bei einem Schulcasting der Defa für Michael Gwisdeks Film "Treffen in Travers" entdeckt. 1996 erhielt sie den Grimme-Preis für ihre Rolle der Patty im TV-Film "Abgefahren", f��r "Nachtgestalten" erhielt sie beim Deutschen Filmpreis 1999 das "Filmband in Silber".
Doch erst nach einigem Zögern machte sie ihr Talent auch zum Beruf. Es hätte vielleicht auch Sprecherziehung oder Physiotherapie werden können, erzählt sie. Sie absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, "und die Ausbildung öffnet einem auch das Tor zum Theater". Denn ohne stimmliche Ausbildung könne man etwa auf dem Haller Marktplatz nicht bestehen.
"Ich bin aber nicht jemand, der quasi nur im Theater existiert", erklärt Susanne Bormann. Sie brauche auch den Alltag außerhalb, ihren Freund, die Familie, Freunde. Da komme ihr die Arbeit als freie Schauspielerin entgegen. Und glücklich sagt sie: "Ich will keinen anderen Beruf haben".
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(Für das folgende Bildmaterial ganz herzlichen Dank an die Freilichtspiele Schwäbisch Hall - mit Klick auf das Bild gibt es jeweils eine hochaufgelöste Version)
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Die Premiere von "Romeo und Julia"
ist beim Publikum gut angekommen und hat viel Beifall
erhalten, wenn sie vielleicht auch nicht
(was es in Schwäbisch Hall schon gegeben haben soll)
enthusiastisch gefeiert wurde.
Romeo
und Julia im Spiegel der Presse:Rezension von Sonja Jaser in der Gmünder Tagespost
Beitrag von Ernst-Walter Hug in den News aus Hohenlohe
Besprechung von Claudia Ihlefeld in der Heilbronner Stimme
Rezension von Richard Färber in der Rundschau für den Schwäbischen Wald - südwest aktiv.
Rezension von ac im Fränkischen Anzeiger (online auch hier)
Diesen Redaktionen ganz herzlichen Dank für die Rechte zur Übernahme. Weiterhin sind online frei zugänglich:

Ausführliche Rezension von Mathias Schwappach im Haller Tagblatt auf der Website der Regisseurin Rosee Riggs
Wenn auch an der Inszenierung einige Akzente - meist sicher auch berechtigt - bemängelt werden: Einig sind sich die Kritiker weitgehend, dass die Besetzung der Schauspieler gut gewählt war. Besonders Susanne Bormann und Tobias Voigt erhalten viel verdientes Lob. Ein besonders schönes Kompliment findet sich im Fränkischen Anzeiger:
Zart und verspielt schwebt im rosa Kleidchen dann endlich die lang ersehnte Julia (Susanne Bormann) die Treppe herunter. Ein elfengleiches Geschöpf mit langen, blonden Haaren verzaubert die Zuschauer vom ersten Moment an. So muss sich der Dichter die 14-jährige Julia vorgestellt haben.
Weiter hat das Haller Tagblatt zwei frei zugängliche Bildergalerien, die auch noch für einige Zeit vorgehalten werden und die es sich unbedingt anzuschauen lohnt:
Bilder von der Premiere
Bilder vom anschließenden Empfang des OB
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Einige Eindrücke aus meiner Sicht zur Inszenierung:
Ich fand die Hauptrollen mit Susanne Bormann und Tobias Voigt beide eigentlich optimal besetzt mit einem Paar, dem man durchaus abkaufen kann, dass es sich ineinander verlieben könnte. Susanne wirkt in dem Stück, wenn vielleicht auch nicht (wie es bei Shakespeare steht) wie knapp 14, auf jeden Fall aber sehr jung. Sie spielt die Rolle unheimlich ausdrucksstark, sowohl von der Mimik als auch vom physischen Einsatz her - und da verlangt die Inszenierung (auch von den anderen Beteiligten) einiges. Auf jeden Fall hat sie als Julia in dem Stück gezeigt, dass sie das Publikum auch in einer Hauptrolle in einem großen klassischen Stück auf der "Bühne" über 2 1/2 Stunden beeindrucken kann - woran durchaus schon Filmschauspieler gescheitert sind. Insofern wäre es sicher schön, wenn sie auch künftig dazu Gelegenheit erhalten würde.
Vom
weiteren Ensemble ist mir besonders Saskia von Winterfeld
(links im Bild) in der Rolle der redseligen Amme aufgefallen,
die auch perfekt mit Susanne Bormann harmoniert. Diskutieren
kann man sicher über die Umsetzung des Pater Lorenzo (rechts
unten im Bild in der Mitte), den ich mir bei aller Dialektik
des Charakters - und das beginnt beim Kostüm - doch eher als
lebenserfahrenen, grundgütigen Kirchenmann denn als
"wildgewordnen Mönch" (Rosee Riggs im Programmheft) vorstellen
möchte.
Das Bühnenbild ist - der Treppe angemessen - verhältnismäßig sparsam, die vielfältigen Möglichkeiten, die das Terrain bietet, waren aber sehr sinnvoll eingesetzt (bis dahin, dass Schauspieler die Treppe "herunter rollen", wie man auch auf den Probenfotos sieht). Wunderschön gelungen fand ich das Bühnenbild in der letzten Szene auf dem Friedhof/in der Gruft - selbst wenn sich die Szene vielleicht etwas lange hinzog.
Wer Susanne Bormann einmal live sehen möchte und es möglich
machen kann, nach Schwäbisch Hall zu kommen, dem ist Romeo
und Julia jedenfalls unbedingt zu empfehlen. Die Aufführungen
laufen noch bis Ende August. (MB)
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Hier noch einige praktische
Tipps (von einem Freilichtspiel-Neuling):
- Wer etwas vom ausdrucksstarken Minenspiel (etwa, als Julia von Tybalts Tod erfährt) sehen möchte und auch akustisch alles mitbekommen will (die Schauspieler haben keine Mikros!), sollte sich vordere Plätze besorgen.
- Die Inszenierung beruht auf der Wieland-Übersetzung, die es hier kostenlos herunterzuladen und z. B. hier zu kaufen gibt.
- Vor allem Jüngeren bekannt ist sicher die (durchaus reizvolle) Verfilmung des Stoffs von Baz Luhrmann (1996) mit Claire Danes und Leonardo DiCaprio. Wohl am besten gelungen und näher am Werk ist aber die von Franco Zeffirelli (1968) mit der (erst 15-jährigen! - unbedingt sehenswert) Olivia Hussey in der Hauptrolle und der Ohrwurmmusik von Nino Rota.
- Sitzkissen und Regencape sollte man dabeihaben (oder am Kartenkontor/Stand als Fanartikel erwerben), selbst wenn zu Beginn die Sonne scheint ;-) Auch eine Jacke ist sinnvoll.
- Eigene Fotos sind verboten (braucht man bei den Bildern auf Susanne-Bormann.info aber eigentlich auch nicht mehr).
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Schwäbisch Hall ist ein wunderschönes Städtchen. - Viele weitere Bilder mit den zugehörigen Originaltexten gibt es auf unserer Seite Bilder und Texte von der Aufführung.
Seitentitelbild: © Elisa Biscotti
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