...und Bilder von der
Abendprobe am gleichen Tag (alle Aufnahmen wieder mit herzlichem Dank von Hans Kumpf):
Hier die letzten Probenbilder, von der
Mittagsprobe am 14. 6. (wieder von Hans Kumpf fotografiert)
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| mit Tobias Voigt als Romeo |
die Regisseurin Rosee Riggs im Gespräch mit Susanne Bormann -
die Inszenierung ist deutlich zu lang geworden und muss gekürzt werden
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mit Tobias Voigt |
Romeos Abschied von Julia |

Am Abend war die
Generalprobe -
die, wie das Webcam-Bild zeigt, wegen mehrerer Gewittergüsse gründlich
ins Wasser fiel. Ausgesprochenes Pech für das Team um Rosee Riggs,
Susanne Bormann und Tobias Voigt, das in den letzten Wochen ganz
harte Arbeit geleistet hat. Drücken wir die Daumen, dass bei der
Premiere am Sonnabend und bei den folgenden Aufführungen besseres
Wetter herrscht! - Bis zum Abbruch der Vorstellung war die Inszenierung bei der Generalprobe gut beim Publikum angekommen.
Anlässlich der bevorstehenden Premiere von Romeo und Julia ist im
Haller Tagblatt am 15.6. ein
Artikel über Susanne Bormann erschienen. Herzlichen Dank für die freundliche Genehmigung für die Übernahme an das

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FREILICHTSPIELE / Susanne Bormann ist die Haller
"Julia"
Traumrolle auf der
Treppe
BETTINA LOBER
"Ich will keinen anderen Beruf haben": Die Schauspielerin Susanne Bormann aus
Berlin steht ab morgen als "Julia" auf der Bühne vor St. Michael. FOTO: ARSLAN
Endlos, fast monströs sei ihr die Große Treppe vor St.
Michael auf dem Foto vorgekommen. Doch als Susanne Bormann das imposante Bauwerk
dann in natura sah, war sie doch wieder ein wenig beruhigt und schnell fand sie
die abenteuerliche Bühnenschräge sehr sympathisch. Die junge Schauspielerin
steht in dieser Festspiel-Saison als Julia in Shakespeares "Romeo und Julia" auf
der steilen Haller Freilichtbühne. Mit der Premiere am morgigen Samstag ab 20.30
Uhr starten die Freilichtspiele Hall offiziell in die Theatersaison 2007.
Für Susanne Bormann ist es eine Premiere im doppelten Sinne: Denn zum ersten Mal
agiert sie auf einer Freilichtbühne. Zunächst habe sie schon ein bisschen Bammel
gehabt, wie das wohl werde, auf einem Marktplatz zu proben. Doch schnell waren
die Bedenken verflogen, und auf eine gewisse Weise helfe das "öffentliche
Proben", sagt sie. Zudem sei der Marktplatz eben ein sehr konkreter Raum, "nicht
so künstlich wie sonst oft im Theater".
Auch die Zusammenarbeit mit
Regisseurin Rosee Riggs war für sie neu. Ihr Bühnenpartner Tobias Voigt, der den
Part des Romeo übernimmt, hat schon häufiger mit Riggs zusammengearbeitet. Und
am Dienstag ist er im Theaterkeller im Solo "Das Fieber" von Wallace Shawn zu
sehen - in der Regie von Rosee Riggs. Susanne Bormann schätzt die freie
Arbeitsweise der Regisseurin - "aber in den Details ist sie sehr genau", sagt
sie. Dass sich einerseits diese Freiheit, andererseits die festen
Grundverabredungen in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit kombinieren, das
findet Susanne Bormann besonders spannend.
Zu den Freilichtspielen Hall
kam sie eigentlich über Michael Kessler, erzählt sie. Er hat die Musik in "Romeo
und Julia" komponiert und schon in vorangegangenen Jahren die Freilichtspiele
mit Musik versorgt. Über eine gemeinsame Freundin - ebenfalls Schauspielerin -
kam man ins Gespräch über "Romeo und Julia". Kessler erzählte vom Projekt in
Hall, Bormann stellte sich vor, "und dann hats geklappt".
Die Rolle der
Julia habe sie schon immer spielen wollen, sagt Susanne Bormann. "Vielschichtige
junge Mädchenrollen sind ja sehr selten", sagt sie. Oft seien die jungen Frauen
in den Stücken sehr an den Männern orientiert - also eigentlich weniger
eigenständige Wesen. "Shakespeare ist mit seinen Frauen da schon besser
umgegangen", sagt Bormann.
Zwar stand Susanne Bormann, die 1979 in
Kleinmachnow bei Berlin geboren wurde, schon mit acht Jahren vor der Kamera.
Damals wurde sie bei einem Schulcasting der Defa für Michael Gwisdeks Film
"Treffen in Travers" entdeckt. 1996 erhielt sie den Grimme-Preis für ihre Rolle
der Patty im TV-Film "Abgefahren", für "Nachtgestalten" erhielt sie beim
Deutschen Filmpreis 1999 das "Filmband in Silber".
Doch erst nach
einigem Zögern machte sie ihr Talent auch zum Beruf. Es hätte vielleicht auch
Sprecherziehung oder Physiotherapie werden können, erzählt sie. Sie absolvierte
ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, "und die
Ausbildung öffnet einem auch das Tor zum Theater". Denn ohne stimmliche
Ausbildung könne man etwa auf dem Haller Marktplatz nicht bestehen.
"Ich
bin aber nicht jemand, der quasi nur im Theater existiert", erklärt Susanne
Bormann. Sie brauche auch den Alltag außerhalb, ihren Freund, die Familie,
Freunde. Da komme ihr die Arbeit als freie Schauspielerin entgegen. Und
glücklich sagt sie: "Ich will keinen anderen Beruf haben".
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Romeo und Julia
Premiere auf der Großen Treppe Schwäbisch Hall am 16. Juni
(Für das folgende Bildmaterial ganz herzlichen Dank an die Freilichtspiele Schwäbisch Hall
- mit Klick auf das Bild gibt es jeweils eine hochaufgelöste Version)
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D
ie Premiere von "Romeo und Julia" ist beim Publikum gut angekommen und hat viel Beifall erhalten, wenn sie vielleicht auch nicht
(was es in Schwäbisch
Hall schon gegeben haben soll) enthusiastisch gefeiert wurde.
Romeo und Julia im Spiegel der Presse:
Rezension von Sonja Jaser in der
Gmünder Tagespost
Beitrag von Ernst-Walter Hug in den
News aus Hohenlohe
Besprechung von Claudia Ihlefeld in der
Heilbronner Stimme
Rezension von Richard Färber in der
Rundschau für den Schwäbischen Wald - südwest aktiv.
Rezension von ac im
Fränkischen Anzeiger (online auch
hier)
Diesen Redaktionen ganz herzlichen Dank für die Rechte zur Übernahme.
Weiterhin sind online frei zugänglich:
Ausführliche
Rezension von Mathias Schwappach im
Haller
Tagblatt auf der
Website der
Regisseurin Rosee Riggs
Besprechung von Jürgen Kanold in der
Bietigheimer Zeitung
Wenn auch an der Inszenierung einige Akzente - meist sicher auch berechtigt - bemängelt
werden: Einig sind sich die Kritiker weitgehend, dass die Besetzung der Schauspieler gut gewählt war.
Besonders Susanne Bormann und Tobias Voigt erhalten viel verdientes
Lob.
Ein besonders schönes Kompliment findet sich im Fränkischen Anzeiger:
Zart und verspielt schwebt im rosa Kleidchen dann endlich die lang
ersehnte Julia (Susanne Bormann) die Treppe herunter. Ein elfengleiches
Geschöpf mit langen, blonden Haaren verzaubert die Zuschauer vom
ersten Moment an. So muss sich der Dichter die 14-jährige Julia
vorgestellt haben.
Weiter hat das Haller Tagblatt zwei
frei zugängliche Bildergalerien, die auch noch für einige Zeit vorgehalten
werden und die es sich unbedingt anzuschauen lohnt:
Bilder von der Premiere
Bilder vom anschließenden Empfang des OB
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Einige Eindrücke aus meiner Sicht zur Inszenierung:
Ich fand die Hauptrollen
mit Susanne Bormann und Tobias Voigt beide eigentlich optimal besetzt mit einem
Paar, dem man durchaus abkaufen kann, dass es sich ineinander verlieben könnte.
Susanne wirkt in dem Stück, wenn vielleicht auch nicht (wie es bei Shakespeare steht) wie
knapp 14, auf jeden Fall aber sehr jung. Sie spielt die Rolle unheimlich ausdrucksstark, sowohl
von der Mimik als auch vom physischen Einsatz her - und da verlangt die Inszenierung
(auch von den anderen
Beteiligten) einiges. Auf jeden Fall hat
sie als Julia in dem Stück gezeigt, dass sie das
Publikum auch in einer Hauptrolle in einem großen klassischen Stück auf der "Bühne" über 2 1/2
Stunden beeindrucken kann - woran
durchaus schon Filmschauspieler gescheitert sind. Insofern wäre es sicher schön,
wenn sie auch künftig dazu Gelegenheit
erhalten würde.
Vom weiteren Ensemble
ist mir besonders Saskia von Winterfeld (links im Bild) in der Rolle der redseligen Amme
aufgefallen, die auch perfekt mit Susanne Bormann harmoniert. Diskutieren kann
man sicher über die Umsetzung des Pater Lorenzo (rechts unten im Bild in der Mitte), den ich mir bei aller Dialektik
des Charakters - und das beginnt beim Kostüm - doch eher als lebenserfahrenen,
grundgütigen Kirchenmann denn als
"wildgewordnen Mönch" (Rosee Riggs im Programmheft) vorstellen möchte.

Das Bühnenbild ist - der Treppe angemessen - verhältnismäßig
sparsam, die vielfältigen Möglichkeiten, die das Terrain bietet, waren aber sehr sinnvoll eingesetzt (bis dahin,
dass Schauspieler die Treppe "herunter rollen", wie man auch auf den Probenfotos
sieht). Wunderschön gelungen fand ich das
Bühnenbild in der letzten Szene auf dem Friedhof/in der
Gruft - selbst wenn sich die Szene vielleicht etwas lange hinzog.

Wer Susanne Bormann
einmal live sehen möchte und es möglich machen kann, nach Schwäbisch Hall zu kommen, dem ist Romeo
und Julia jedenfalls unbedingt zu empfehlen. Die Aufführungen laufen noch bis Ende August. (MB)
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Hier noch einige praktische Tipps (von einem Freilichtspiel-Neuling):
-
Wer etwas
vom ausdrucksstarken Minenspiel (etwa, als Julia von Tybalts Tod erfährt) sehen
möchte und auch akustisch alles mitbekommen will (die Schauspieler haben keine Mikros!), sollte sich
vordere Plätze besorgen.
-
Die Inszenierung beruht auf der
Wieland-Übersetzung, die es
hier kostenlos herunterzuladen und z. B.
hier zu kaufen gibt.
-
Vor allem Jüngeren
bekannt ist sicher die (durchaus reizvolle) Verfilmung des Stoffs von
Baz
Luhrmann (1996) mit Claire Danes
und Leonardo DiCaprio. Wohl am besten gelungen und näher am Werk ist aber die von
Franco Zeffirelli (1968) mit der (erst 15-jährigen! - unbedingt
sehenswert) Olivia Hussey in der Hauptrolle und der Ohrwurmmusik von Nino Rota.
- Sitzkissen und Regencape sollte man
dabeihaben (oder am Kartenkontor/Stand als Fanartikel erwerben), selbst wenn zu Beginn die Sonne scheint ;-) Auch eine Jacke ist sinnvoll.
- Eigene Fotos sind verboten (braucht man bei den Bildern auf dieser Seite aber eigentlich auch nicht mehr).
- Schwäbisch Hall ist
ein wunderschönes Städtchen.
Zum
Schluss noch einmal herzlichen Dank an alle, die in Schwäbisch Hall mit
Bildern, Texten, Genehmigungen und vor allem unzähligen kleinen Tipps zur Romeo- und
Julia-Seite beigetragen haben, sodass die Zusammenarbeit wirklich
Freude gemacht hat: Das künstlerische Betriebsbüro der Freilichtspiele
(Herr Schmid), die Fotografen Herr Kumpf und Frau Biscotti, Herr Hug von News aus Hohenlohe sowie die Zeitungsredaktionen.
Seitentitelbild:
© Hans Kumpf, Schwäbisch Hall